Das zweite Konzert der Saison 2006/ 2007 nimmt, ans erste anknüpfend, mit Gabriel Faurés 1883 komponierter Elegie seinen Ausgangspunkt in der späten Romantik, wohin die Musiker uns (mit dem späten Brahms) nach einer Reise bis in die allernächste Gegenwart auch wieder zurückführen. Klarinette, Cello und Klavier kommen dabei in allen denkbaren Formationen zur Geltung.

Nach der
Élégie für Cello und Klavier hören wir Claude Debussys Rhapsodie für Klarinette und Klavier. Debussy komponierte sie 1909 auf Auftrag des unterdessen Konservatoriumsdirektor gewordenen Gabriel Fauré als Prüfungsstück für die Klarinetten-Abschlussklasse; sie blieb aber durchaus nicht im musikdidaktischen Circuit, sondern hatte rasch Erfolg, unter anderem in der von Debussy selber ein Jahr später orchestrierten Version.

Die zeitgenössischen französischen Komponisten
Nicolas Bacri und Guillaume Connesson, beide auf ihre Art post-avangardistisch, katapultieren die Zuhörer dann mit zwei Stücken für Klarinette und Cello an die Jahrtausendwende. Bacris düstere Night Music für Klarinette und Cello aus dem Jahre 2001 kontrastiert dabei stimmungsmässig mit der pulsierenden Disco Toccata (1994) von Guillaume Connesson, ein Komponist, der unter anderem mit dem ingeniösen Orchesterwerk Supernova von 1997 bekannt geworden ist.

Es folgt
Dmitri Schostakowitschs Sonate für Cello und Klavier von 1934, geschrieben kurz vor der offiziellen Verkündung der sozialistisch-realistischen Doktrin durch Stalin und von der Kritik bald als traditionsgetreu und volkstümlich (und somit als vorauseilend gehorsam), bald als bitter sarkastisch beurteilt.

Die drei Musiker finden schliesslich in
Johannes Brahms’ Klarinettentrio 114 aus dem Jahr 1891 wieder zusammen, dem ersten von vier Kammermusikwerken mit Klarinette, die Brahms spät und mit unerhofftem Elan schrieb, angeregt durch seine Begegnung mit dem grossen Klarinettisten Richard Mühlfeld.

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